Sinnfreiheit

27. Oktober 2010

Geradezu beschwingt und euphorisch bin ich gestern von Kreuzberg nach Friedrichshain gelaufen, nach einer Aufführung von Karl Kraus‘ „Die letzten Tage der Menschheit.

Da müssen ja wohl irgendwelche Bedürfnisse erfüllt gewesen sein. Und in meinem Kopf kreiselte der Satz „Es geht auch ohne Sinn.“

Mir fiel mein Ringen auf den ersten GfK-Seminaren um (gegen?) das Dogma, der allen Menschen gemeinsamen Bedürfnisse ein. Und wie ich Felix um wissenschaftliche Texte bat. Ich habe die Sachen überflogen. Die Methode, diese gemeinsamen Bedürfnisse herauszukristallisieren, war die Befragung. Aber ob das eine unfehlbare Methode ist, dem Menschen ein Grundbedürfnis nach Sinn bzw. Spiritualität zuzuschreiben?

Auf jeden Fall war war ich an diesem Abend voll Klarheit und Kohärenz. Ein freundlicher ethischer Nihilismus erlaubte mir ein kurzes Erleben eines integrierten Ichs.

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