Angeborene Empathie?

13. Oktober 2010

Behauptet zumindest so ein Tansanisches Sprichwort:

Die Kuh wird mit Ohren geboren. Hörner bekommt sie erst später.

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Joachim Bauer

15. Juni 2010

Ich lese gerade zwei Bücher von Joachim Bauer – „Prinzip Menschlichkeit“ und „Warum ich fühle, was du fühlst“

Diese Bücher geben mir Sicherheit. Koheränz.

Ja die GfK funktioniert. Aber die Grundannahmen sind wackelige Axiome: Alle haben dieselben Bedürfnisse und es gibt immer Win-Win-Strategien, die kommunizierende Menschen beide ihrer Bedürfnisbefriedigung näher bringen. Aber wenn da jemand kommt und dagegen wettert: Der Mensch ist nun mal so und so, auf seinen Vorteil bedacht, darwinistischer Überlebenskämpfer. Dann stand ich bisher dumm da.

Und genau da setzt Joachim Bauer an. Er listet Argumente für seine These auf: Lebewesen agieren grundsätzlich kooperativ und Aggression ist eine zusätzliche Notlösung, wenn es mit der Kooperation nicht klappt:

  • Das Motivationssystem aus Dopamin, Serotonin, Oxytocyn und endogene Opioide ist auf gelingende Beziehungen geeicht.
  • Die Spiegelneuronen bilden die hirnphysiologische Grundlage der Empathie.
  • Die Verallgemeinerung des Darwinismus zum Sozialdarwinismus ist im historischen Rückblick eine ähnlich fatale Entartung wie der Stalinismus.
  • Unter Laborbedingungen in genormten Experimenten verhalten sich die meisetn Menschen kooperativ.