Körperwelten

in Dresden. Ich stand lange vor Exponaten wie dem Denker. Ich sah die Komplexität der Knochen, Muskeln, Blutgefäße, Nerven. Einmal hieß die Ausstellung treffend: „Our Body: The Universe Within.“ Unsere Haut verdeckt diese Komplexität. Und die Art, wie wir in groben Begriffen denken, verstärkt diesen Effekt. Mein grobes anatomisches Wissen überträgt sich auf meine Körperwahrnehmung. Natürlich kann ich in den Wald gehen und die Baumkronen betrachten oder allerlei kosmische Strukturen. Und dann staune ich über die Vielfalt der Schöpfung; dann sehe ich meinen Körper von außen und seine Komplexität ist verborgen. Aber in der Ausstellung stand ich vor meinem Ebenbild und die Kontemplation über den eigenen Körper hatte spürbare Wirkungen, ähnlich wie nach exzessivem GfK-Konsum: Bei meinen Yoga-Verrenkungen am Abend konnte ich wesentlich genauer auf meinen Körper achten und wenn ich Muße genug habe und sehe einen anderen Menschen sich bewegen, gelingt mir manchmal so etwas wie Körperempathie.

noch ein Bericht aus Bochum

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