Spiegelneuronen 2

Wenn mein Bedürfnisbefriedigungslevel nicht gerade im Keller ist, dann laufe ich manchmal durch die Stadt. Und wenn da jemand lächelt oder einigermaßen versonnen guckt, dann sehe ich mir diesen Menschen genau an. Dann lausche ich meinen Spiegelneuronen und freue mich mit diesem Menschen. Wenn er es merkt, gibt es sogar Resonanz. Und wenn da jemand sorgenvoll die Mundwinkel nach unten zieht, dann gucke ich weg. Nach einer Weile habe ich mir eine kleine euphorische Glückseligkeit angespiegelt.

Und wenn ich dann wieder meinem normalen Tagwerk nachgehe, gibt es manchmal einen Kater, so wie wenn ich mir die Welt schön gesoffen hatte. Und das ist in Ordnung. Schließlich war ja wohl diese emotionale Resonanz für die 30-köpfige Horde in der Savanne gedacht. Und die Gefühle sollen Indikatoren für befriedigte oder unbefriedigte Bedürfnisse sein und keine Befindlichkeitsstellschrauben, die ich mit Psychotricks manipuliere.

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