Kohärenz

Dann habe ich noch auf den Bodenankern darüber gegrübelt, wie das mit meinem Kloß im Hals und der auf steigenden Wut in meinem Bauch ist, wenn da jemand in lockerer Runde Sprüche klopft, die nicht in mein antirassistisches/antisexistisches/antiimperialistisches/antinationalistisches/antitralala Weltbild passen. Und da meinte doch eine, ich darf schon Eins-sein wollen – mein schönes Lieblingsbedürfnis Koheränz.
Und tatsächlich, mit diesem Bedürfnis an der Seite, ließ es sich trefflich mit meiner rassistischen Verwandschaft über Sarrazin streiten. In mir war keine Wut mehr, nicht mehr der glaubenssatzgetriebene Missionarseifer „Ich muss diese armen Irren retten, weil ich es besser weiß!“ In freundlicher Kampfeslust konnte ich meine Schläge austeilen wie Terence Hill und Bud Spencer, da war nichts von der kalten Aggression, dem Pathos einer Uma Thurman.

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