Beobachtung 2.0

6. Dezember 2018

Der Katechismus der GfK lehrt die saubere Trennung von Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte. Ein methodisch sinnvoller Kniff, den sich Rosenberg da ausgedacht hat: für Leute, die alles für absolut wahr halten, was ihnen durch die Rübe rauscht. Aber es ist komplexer. Es gilt die 4 Schritte zu transzendieren. Bei BrainPickings gibt es dazu einen schönen Text, in dem es heißt:

Attention without feeling […] is only a report. An openness — an empathy — was necessary if the attention was to matter.

So ungefähr wie der Unterschied zwischen Chirurgie und Heilkunst.

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GfK ist keine Sprechweise sondern eine Haltung

19. August 2018


Und vielleicht ist der Fokus auf diese 4 Schritte wirklich ein didaktischer Missgriff. Bei denen, die GfK vermitteln, geboren aus dem Wunsch in möglichst kurzer Zeit – etwa einem Wochenende – möglichst viel rüber zu bringen.


Körperliche Nähe

23. Mai 2018

Sehr schöner Artikel bei perspective daily über das Bedürfnis nach Berührung, nach körperlicher Nähe.


8 Arten der Beziehung

6. April 2018


Unfreiwilliges GfK-Meme

3. April 2018

Auf mademymday findet sich:

Mich gibt es zweimal. Einmal in lieb und einmal als Arschloch. Du entscheidest, wer von beiden mit dir spricht.

Der Spruch hat mehr Weisheit als geplant: Ja, es ist meine Entscheidung, ob ich in dir ein Arschloch sehe oder einen lieben Menschen – ziemlich unabhängig davon, was du machst.


Alleinsein

23. Februar 2018

Die einfachste spirituelle Disziplin besteht darin, sich ein Stück weit ins Alleinsein und Schweigen zurückzuziehen. Aber sie gehört zugleich zu den schwierigsten. Vielleicht besteht einer unserer mutigsten Schritte darin, mit unseren eigenen Gedanken und Gefühlen zusammen an einen einsamen Ort zu gehen; seine Gebetsmühle, nach der man süchtig ist, zum Stillstand zu bringen und sich einfach auf das einzulassen, was man fühlt, und zwar, was man wirklich fühlt.

Vermutlich gibt es keinen anderen Ausweg aus unserer suchtverfallenen Gesellschaft, unseren suchtkranken und aus den Fugen geratenen Familien, als sich ein gutes Stück weit bewußt ins Schweigen und Alleinsein abzusetzen.

Wenn ich Gesellschaften besuche, in denen vorwiegend Landwirtschaft betrieben wird, Länder wie in Afrika oder die Philippinen, begegne ich suchtfreien Menschen; Menschen, die ein stilles, einfaches Leben führen, die nicht aufgeputscht sind und mit einigen grundlegenden Wahrheiten auskom-men, an die sie sich ihr Lebtag halten. Halten Sie sich vor Augen, wie vieles uns tagtäglich aufputscht: Rundfunk, Fernsehen, Werbeflächen, Unterhaltungen. Wir müssen das ewige Geplapper, die zahllosen Reize leiser stellen; wir müssen uns wieder auf Gefühle einlassen, die wir jahrzehntelang angestaut und verdrängt haben. Wir sind davon überladen, und deshalb haben wir Angst davor, uns dem zu stellen.

Quelle: Richard Rohr, Das zündende Wort, Erscheinungsjahr 1993 – noch vor dem Internetboom und 14 Jahre vor dem ersten I-Phone 2007.


Jenseits von Gut und Böse

17. Dezember 2017

Mein Satz des Tages aus einer Yin-Yoga-Stunde mit Juliane Erbhart:

Ja das könnte klappen. In sprachloser (denn wir haben keine Sprache jenseits von Gut und Böse) meditativer Versenkung dem Nachspüren, was bleibt ohne den Apfel vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen: Freiheit. Die Freiheit, mich nicht mit meinen Urteilen zu identifizieren.
Wenn ich da so auf meiner Yogamatte rumliege, gelingt es mir schon recht gut, tausendmal gedachte Wutgedanken vorbeiziehen zu lassen. Aber auch die wohlwollenden Gedanken, schöne Erinnerungen, tolle Pläne ziehen zu lassen. Das ändert nochmal vieles.
Yoga mit seiner Körperbezogenheit als mystischer Weg mit der Erbsünde des Urteilens zu leben.